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Jeder von uns kennt vermutlich Beachvolleyball. Die wenigsten werden hingegen schon etwas von Beachhandball gehört haben. Dabei ist diese Sportart mindestens genauso spektakulär wie die Volleyballvariante am Strand und leitet sich vom Hallenhandball ab. Dieser Beitrag soll einen kleinen Überblick darüber verschaffen, was Beachhandball eigentlich ist. Der größte Unterschied zum Hallenhandball ist augenscheinlich: Am Strand kann der Ball nicht geprellt werden, das heißt man kann nur drei Schritte machen, bevor man den Ball wieder abgeben muss. Außerdem zählt nicht jedes Tor gleich viel. Man kann mit spektakulären Moves vor einem Torwurf, so zum Beispiel einer ganzen Drehung um die eigene Achse zwei Punkte für ein Tor erhalten. Es wird auch sehr schnell ausgewechselt, so kann der Tormann ausgewechselt werden und im selben Moment ein Stürmer den Platz betreten der in das Angriffsspiel eingreifen kann. Ein weiterer Unterschied ist auch der Torraum: Dieser ist nämlich beim Beachhandball rechteckig und nicht rund, wie beim Hallenhandball. Die Regeln Beachhandball wird auf einem Sandspielfeld von der Größe 27 x 12 Meter gespielt. Der Torraum ist im Unterschied zum Hallenhandball-Halbkreis rechteckig. Im Gegensatz zum Hallenhandball gibt es je nach Art des Torwurfs unterschiedlich viele Punkte. Für ein einfaches Tor erhält das Team einen Punkt. Der Torhüter darf ins Angriffsspiel mit einbezogen werden bzw. durch einen speziell gekennzeichneten Schlüsselspieler ersetzt werden. Torwürfe durch diesen Schlüsselspieler (Torhüter oder für diesen eingewechselter 4. Feldspieler) zählen zwei Punkte. Ebenfalls gibt es für einen Spin-Shoot (Sprungwurf mit Drehung um die eigene Achse) oder für den "Kempa-Trick" (im Flug gefangen und geworfener Treffer) nach IHF- und EHF-Regelwerk zwei Punkte, teilweise nach Regeln des jeweiligen Verbandes (Frankreich, Schweiz) sogar drei Zähler. Das Prellen des Balles ist - bedingt durch die Sandspielfläche - so gut wie unmöglich. Der ballführende Spieler darf drei Schritte mit dem Ball gehen oder laufen, bevor er ihn abspielt oder auf das Tor wirft. Gespielt wird mit Bällen, die von normalen Hallenhandbällen kaum zu unterscheiden sind, jedoch eine etwas andere Beschichtung haben, um auf der staubigen Spielfläche dennoch griffig zu sein. Das "Harzen" des Balles - wie es in den Handball-Bundesligen üblich ist - um eine bessere Griffigkeit zu erhalten, ist bedingt durch die Sandspielfläche nicht möglich. Gewinnt ein Team beide Halbzeiten, so erhält es 2:0 Sätze in der Tabelle. Gewinnt jedes Team eine Halbzeit, geht es direkt ins Shoot-out (Penaltywerfen): Der Spieler startet vom eigenen Torraum aus, spielt den Ball zum eigenen Torhüter, erhält auf dem Weg zum gegnerischen Tor den Ball vom eigenen Torhüter und wirft dann auf das gegnerische Tor. Wenn der Ball den Boden berührt oder der Spieler nach Fangen des Balls mehr als drei Schritte geht ist der Versuch ungültig. Es werfen immer fünf Spieler abwechselnd auf das Tor. Steht es am Ende des Penaltyschießens unentschieden, werfen die Spieler abwechselnd weiter, bis ein Team uneinholbar in Führung geht. Der Gewinner der Shootout-Runde erhält 2:1 Sätze in der Tabelle. Im Shootout gibt es für den Kempa-Trickwurf zwei und für übliche Torwürfe einen Punkt. Endet eine Halbzeit unentschieden, so wird diese per Golden Goal entschieden. Dazu erfolgt, wie beim Beginn einer jeden Halbzeit, der Anwurf per Schiedsrichterwurf. Die genauen Regeln können unter: http://www.deutscherhandballbund.de/content/pdf/beachhandball2006/Beach-Handball-GER_05_06.pdf heruntergeladen werden.
Viel Spaß also das nächste Mal am Strand!
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